Waldschäden durch Luftverunreinigungen

Waldzustandsbericht 2012

„Neuartige Waldschäden“, in den Anfangszeiten auch „Waldsterben“ genannt, bezeichnet Waldschadensbilder in Mittel- und Nordeuropa, die seit Mitte der 1970er Jahre festgestellt und insbesondere in den 1980er Jahren breit diskutiert wurden. Das Auftreten von großflächigen Schädigungen am Waldbaumbestand und forstlich bedeutenden Baumarten führte damals zu Befürchtungen, der gesamte Waldbestand (in Deutschland auf einem Drittel der Landesfläche) sei in Gefahr. Maßgeblich beteiligt an der Etablierung des Begriffs ist der Göttinger Forstwissenschaftler Bernhard Ulrich, der 1980 vom Umweltbundesamt mit der Erstellung eines Berichts beauftragt wurde.

Die Bezeichnung als „Neuartige Waldschäden“ unterscheidet das Phänomen von klassischen Rauchgasschäden im unmittelbaren Umfeld der klassischen Schwerindustrie und bis dato bekannten Waldschäden natürlichen Ursprungs. Neuartig war auch die Ausdehnung in den einzelnen Regionen und die Erkrankung mehrerer Baumarten innerhalb weniger Jahre.

Als Ursache wurden vor allem angegeben:

  • Umweltverschmutzung (Saurer Regen)
  • bodennahes Ozon, Stickoxide
  • Schwermetallfreisetzung
  • Wegfall basischer Stäube durch frühere Umweltschutzmaßnahmen
  • forstwirtschaftliche Probleme wie fehlerhafte Bestockung
  • die Altersstruktur der Waldbeständetemporäre Ursachen (Trockenheit, Frost, Klimaabkühlung, Schädlingsbefall)

 

Erklärung zu den Zahlen:

Mindestens in einem Raster von 16 × 16 Kilometern werden jedes Jahr dieselben Bäume kontrolliert und auf ihre Nadel- oder Blattverluste, Vergilbungen u.a. eingeschätzt.

Es gibt fünf Schadstufen: 

Schadstufe 0:
Verlust bis 10 %;ohne Schadensmerkmale
Schadstufe 1:

Verlust 11–25 %; schwach geschädigt
Schadstufe 2:

26–60 %; ab Schadstufe 2 schwer geschädigt
Schadstufe 3:

61–99 %
Schadstufe 4:

mit 100 %.

Diese Einteilung wird von den meisten Bundesländern bis heute verwendet, um so eine Vergleichbarkeit mit früheren Zahlen zu ermöglichen.

In den letzten Jahren gingen einige Länder dazu über, die Schäden durch die Zahl der mittleren Kronenverlichtungen auszudrücken. Sie ist der Mittelwert der in 5%-Stufen geschätzten Kronenverlichtung aller Probebäume.

Beide Werte lassen sich nicht miteinander vergleichen. Die geringeren Zahlen bei der mittleren Kronenverlichtung lassen nicht den Schluss zu, dass es dem Wald besser geht.


Waldzustand 2012

Der Bundesbericht zum Waldzustand liegt nun vor. Wir haben ihn für Sie hier zusammengefasst.


Waldzustandsberichte der letzten Jahre Zahlen bundesweit und für die Länder gibt es zum Download:


2011

2010
2009
2008
2007
2006
2005
2004
2003
2001
2000
1999
84-02

Waldschäden 2011.pdf

Waldschäden 2010.pdf
Waldschäden 2009.pdf
Waldschäden 2008.pdf
Waldschäden 2007.pdf
Waldschäden 2006.pdf
Waldschäden 2005.pdf
Waldschäden 2004.pdf
Waldschäden 2003.pdf
Waldschäden 2001.pdf
Waldschäden 2000.pdf
Waldschäden 1999.pdf
Waldschäden 1984-2002.pdf

Weiterhin finden Sie die ausführlichen bundesweiten Waldzustandsberichte unter: www.bmelv.de.

 

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